Generation Y – Die (gar nicht mal so) neue Anforderung an die Arbeitswelt

Was erwarten die 25-35jährigen von Ihrer Arbeit und Ihrem Arbeitgeber?

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Sie heißen „Millennials“ weil sie zwischen 1980 und der Jahrtausendwende geboren wurden oder „Generation Maybe“ weil sie angeblich unfähig sind, sich in großen Lebensfragen festzulegen. Sie heißen „Generation Slash“ weil sie sich wegen ihres Drangs nach Selbstverwirklichung mehrere Jobs und Berufsbezeichnungen mit vielen Schrägstrichen zugelegt haben.

Am häufigsten aber fasst man sie unter „Generation Y“ zusammen – das „Y“ steht für das englische „Why“, die Frage nach dem Warum. Doch aus welchem Grund wird so ein Wind um diese Generation gemacht, was ist in Bezug auf die Arbeitswelt für sie besonders wichtig? Welche besonderen Chancen, Herausforderungen oder auch Probleme entstehen in diesem Zusammenhang – für die Generation Y, und für diejenigen im Unternehmen, die dieser Generation etwas bieten möchten?

Das sind die Generationen

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Je nach Quelle werden die verschiedenen Altersgruppen den folgenden Generationen zugeordnet:

Baby Boomer

geboren zwischen 1955 und ca. 1968, waren die erste Nachkriegsgeneration nach dem zweiten Weltkrieg, haben das Wirtschaftswunder erlebt und gehören zum geburtenreichsten Jahrgang.

Generation X

geboren zwischen 1965 und 1980, auch Generation Golf genannt, wurde in ihrer Kindheit stark geprägt durch die Öl-/Wirtschaftskrise – und eine steigende Scheidungsrate der Eltern.

Generation Y

geboren zwischen 1980 und 2000, auch Gen Y oder Millennials genannt, haben den Internetboom und die Globalisierung bewußt miterlebt. Sie zeichnet sich auch durch ein vergleichsweise hohes Bildungsniveau aus.

Generation Z

geboren zwischen 1995 und 2010, auch Generation YouTube genannt. Sie hat sich die Digitalisierung des Alltags bereits komplett in ihr Leben eingebaut.

Sinnvoll oder Blender-Marketingsprech? Der „Feel Good Manager“

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Vor 10 Jahren gab es den Begriff nicht, als erstes fingen trendprägende Internetfirmen damit an, und heute ist es für einige schon ein etabliertes Jobprofil.

Der Feel Good Manager (im englischen Sprachraum auch Chief Happines Officer oder Chief Culture Officerhat im Unternehmen die Aufgabe dafür zu sorgen, dass das Arbeiten in allen Bereichen nachhaltig verbessert wird. Feel Good Manager sind dazu da, um die Bedürfnisse aller Mitarbeitenden aufzufangen und eine konstruktive Zusammenarbeit zu fördern.

Quelle: Wikipedia

Sinnhafte Arbeit und Zeit sind der neue Luxus

Die Generation Y hat andere Anforderungen an die Arbeitswelt als ihre Vorgänger-Generationen. Für sie sind weniger das Geld allein als vielmehr eine Kultur der Wertschätzung und des Danke-sagens interessant. Arbeit muss mehr sein als ein bloßer Austausch von Geld und Leistung. Hierzu zählen flache Hierarchien, die Möglichkeit, Entscheidungen konstruktiv zu hinterfragen sowie das Wohlbefinden und die Gesundheit am Arbeitsplatz.

Darüber hinaus soll durch eine ausgeglichene „Work-Life-Balance“ genügend Platz für Freunde und Familie sein und die Zeit während der Arbeit nicht als „notwendiges Übel“ empfunden werden. Viele – nicht nur Millenials – empfinden deshalb den Begriff Work-Life-Balance als irreführend und überholt, weil die Arbeit sinnvollerweise Teil des Lebens und nicht dessen Gegensatz darstellen soll.

„Ihr werdet so unglaublich dringend gebraucht“ – Ein offener Brief an die Generation Y

In einem offenen Brief an die Generation Y beschreibt der Wirtschaftspsychologe Prof. Dr. Ingo Markgraf[1] deren Ansprüche folgendermaßen: „Euch kann man mit Geld und Firmenwagen nicht mehr so gut von einem Job überzeugen, stattdessen wollt ihr einen respektvollen Umgang im Team, Wertschätzung durch den Vorgesetzten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“ Diese Faktoren bestimmen die Attraktivität des Arbeitgebers.

Markgraf versucht in seinem Brief auch an die Geduld der Generation Y zu appellieren, dass so ein Wandel in der Arbeitswelt nicht von heute auf Morgen geschieht. Allerdings führt der demografische Wandel schon jetzt zu einem Fachkräftemangel. Die Entscheidungsträger und erfahrenen Mitarbeiter aus dem „Baby Boomer“ Jahrgängen gehen in Rente, während immer weniger junges Fachpersonal nachkommt.

Anforderungen an Betriebe ändern sich

Neben der Gewinnung solcher Fachkräfte ist es auch essentiell für ein Unternehmen, die vorhandenen Mitarbeiter zu binden. Doch wie ist das möglich, wenn die Kernargumente der Vergangenheit, wie Aufstiegschancen und die Höhe des Gehalts, nicht mehr die Ausschlaggebendsten sind? Was kann man als Arbeitgeber tun, um auch die nachwachsenden Generationen für sich zu gewinnen?

Mehr noch: Die Arbeitnehmer der Generation Y gehen schon heute in Führungsrollen und sie werden schnell die prägende Generation in den Betrieben werden, die Firmen- und Führungskultur gestalten.

„Caring Companies“ und „Feelgood Management“ – Plicht oder Kür?

Wie bereits beschrieben, bedarf es keines Hexenwerks, um auf die Bedürfnisse der Generation Y zuzugehen. Der gute alte gesunde Menschenverstand und ehrliche Wertschätzung sind auch heute sinnvolle Maßstäbe: Unternehmen sollten eine Bindung zu ihren Mitarbeitern aufbauen und dafür sorgen, dass dieser sich wohlfühlt. In der heutigen Zeit entstehen dazu natürlich gleich neue Trendbegriffe: Zum Teil werden hierfür sogar eigene „Feelgood-Manager“ eingestellt und als neues Qualitätskriterium für eine wertschätzende, arbeitnehmerfreundliche Unternehmenskultur dargestellt.

Doch ist das wirklich notwendig? Fest steht, dass die Arbeitswelt sich aufgrund des demografischen Wandels automatisch auf die Generation Y einstellen muss. Auch das Fördern der Mitarbeitergesundheit führt besonders bei den Millenials zu einer gestärkten Identifikationsfläche mit dem Arbeitgeber und kann als ausschlaggebendes Argument im Vorstellungs- oder Jahresgespräch dienen. Hierzu bedarf es keiner eigenen Abteilung, welche sich ausschließlich um solche Belange kümmert. Es sind vielmehr die betriebsspezifischen Elemente einer gelebten Firmenkultur, die zum Tragen kommen:

  • Welche Werte werden nicht nur kommuniziert, sondern auch gelebt?
  • Wie agieren die Führungskräfte in Bezug auf Motivation und Wertschätzung?
  • Wie mitarbeiterorientiert und gesundheitsfördernd zeigt sich der Betrieb?
  • Welche Zusatzleistungen unterstreichen die o.g. Fragen und schaffen positive Erlebnisse?

All diese Dinge sind vielleicht besonders in der Diskussion rund um die Generation Y präsent, aber letztlich für alle Mitarbeiter wichtig. Speziell bei der Gesundheitsförderung geht es um mehrere Aspekte: Einerseits ist sie geeignet, die Prioritäten dieser Altersgruppe zu adressieren, andererseits ist es natürlich gerade auch für ältere Arbeitnehmer wichtig, angesichts eines späteren Renteneintritts lange gesund zu bleiben. Es lohnt sich also für Betriebe, in diesem Bereich sinnvolle, niedrigeschwellige, aber vor allem auch individuelle Angebote bereit zu stellen.

Gesundheitsförderung ein sinnvolles Instrument, aber Markt ist schwer zu überschauen

Mittlerweile gibt es ein großes und schwer überschaubares Feld Gesundheitsangeboten. Aber die wenigsten Betriebe haben hauptamtliche BGM-Beauftragte, Gesundheits- oder eben „Feel Good Manager“.  Dafür gibt es Anbieter wie FitGutSchein, die für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ­ – ob Baby Boomer, Generation Y-Millenial oder bald „Generation Z“-Mitglied ­ individuelle, flexible Gesundheitsangebote unter einem Dach vereinbaren, ohne dass dies mit einem großen Aufwand einhergeht.

Einen „Feelgood-Manager“ zu beschäftigen ist zum jetzigen Zeitpunkt sicherlich die Kür. Die entsprechenden Angaben können werden aber, ohne dass es dieses Titels bedarf, ebenfalls von verantwortungsvoll agierenden Personalabteilungen übernommen. Und eine gute Führungskraft sorgt sich natürlich auch darum, dass es den Teammitgliedern gut geht.

Dem Mitarbeiter eine Arbeitsumgebung zu bieten, welche die Gesundheit und das Wohlbefinden fördert, wird jedoch mehr und mehr zur Pflicht, um als Arbeitgeber – auch und gerade für die Generation Y – attraktiv und damit wettbewerbsfähig zu bleiben.

Original Artikel: http://www.businessinsider.de/liebe-generation-y-so-nimmt-euch-niemand-ernst-2017-7

Soll Ihr Betrieb ein attraktiver Arbeitgeber bleiben – für „Baby Boomer, X, Y und Z“ ?